Uraufführung „Als der Jazz (fast) seine Freiheit verlor in Grafing am 24. Januar 2025

Neueste Kommentare

Es sind keine Kommentare vorhanden.

Der Begriff „Jazz“ ist für viele Menschen zu einem Sinnbild künstlerischer Freiheit geworden. Musikalische Improvisation, das Zusammenführen und Verschmelzen unterschiedlichster Musikkulturen sowie eine große stilistische Offenheit prägen diese Musik bis heute. Jazz steht exemplarisch für Diversität und Vielfalt – Werte, die in einer freiheitlichen Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewonnen haben.

Mit der Uraufführung der Veranstaltung „Als der Jazz (fast) seine Freiheit verlor.“ wurde genau dieses Freiheitsversprechen des Jazz in einen historischen Kontext gestellt. Denn auch diese Musikform konnte sich im Verlauf ihrer Entstehungsgeschichte politischen und ideologischen Einflüssen nicht entziehen. Die Veranstaltung nahm das Publikum mit auf eine eindrucksvolle musikhistorische Zeitreise in die Jazzwelt der 1930er- und 1940er-Jahre – hier in Deutschland.

Anhand von Original-Schellackplatten und zeitgenössischen Filmausschnitten wurden die Anfänge des Jazz ebenso lebendig wie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen seiner Rezeption. Dabei öffnete sich ein differenzierter Blick auf Mythen und Fakten im Umgang des nationalsozialistischen Regimes mit dieser Musik.

Ein besonderer Fokus lag auf der Musik der sogenannten „Ghetto Swingers“, die an diesem Abend von den „Freedom Swingers“, der eigens für die Veranstaltung zusammengestellten Live-Combo, interpretiert wurde. Dazu titelte die Süddeutsche Zeitung am 26. Januar 2025: „Ein besonderer Fokus lag auf der Musik der sogenannten „Ghetto Swingers“, die an diesem Abend von den „Freedom Swingers“, der eigens für die Veranstaltung zusammengestellten Live-Combo, interpretiert wurde.

Deutlich wurde dabei, dass Jazz in jener Zeit weit mehr war als bloße Unterhaltung. In all seinen Facetten zeigte sich diese Musik als Ausdruck von Identität, Haltung und – nicht zuletzt – als leise wie auch offene Form (politischen) Widerstands. Die Uraufführung von „Als der Jazz (fast) seine Freiheit verlor.“ verstand sich damit nicht nur als historischer Rückblick, sondern auch als Einladung zur Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Freiheit in Kunst und Gesellschaft – damals wie heute.

CATEGORIES:

Allgemein

Tags:

No responses yet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert